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Faktencheck (un)sichere Pensionen: Mythos und Wahrheit 03.2025


Im Diskurs um die Finanzierbarkeit unseres Pensionssystems ist eine kritische Auseinandersetzung mit gängigen Mythen unumgänglich. Angstmachende Falsch- oder Teilinformationen werden oft bewusst eingesetzt, um Produkte zu verkaufen (private Versicherungen) oder um für unpopuläre Maßnahmen eine Zustimmung in der Bevölkerung zu erlangen. „Wissen ist Macht!“ Dieser Artikel soll als Handwerkszeug im Diskurs um (un)sichere Pensionen dienen:

  • Der alleinige Fokus auf die demografische Entwicklung ist wenig aussagekräftig. Die wesentliche Kennzahl ist das Verhältnis von Erwerbstätigen zu Pensionist:innen (die sogenannte Pensionsbelastungsquote) und diese ist trotz steigender Pensionszahlen stabil geblieben.
  • Die Erwerbstätigenquote ist ein wesentlicher Faktor bei der Finanzierung des Pensionssystems: Die Stärkung von Erwerbsbeteiligung muss daher im Fokus stehen!
  • Eine längerfristige Betrachtung der absoluten Zahlen ohne Berücksichtigung der Inflation ist nicht aussagekräftig; der Beitrag des Bundes zu den Pensionen ist relativ zum BIP stabil!
  • Im Jahr 2023 wurden 95 Prozent des Pensionsaufwands der PVA durch Beitragseinnahmen für Versicherte gedeckt! Dass der Bund für den Großteil der Kosten aufkommen muss, ist bei den unselbstständig Erwerbstätigen schlichtweg Unsinn.
  • Der Gesetzgeber hat bereits vor 20 Jahren einschneidende Pensionsreformen gesetzt und keinesfalls verschlafen!